Die Behandlung von Eierstockkrebs besteht im Wesentlichen aus Operation und Chemotherapie.

Operation
Im frühen Erkrankungsstadium werden die Gebärmutter und die Eierstöcke entfernt (falls kein Kinderwunsch mehr besteht). Um Metastasen im gesamten Bauchraum auszuschließen müssen auch das große Netz (Bauchschürze) und die Lymphknoten im kleinen Becken und entlang der großen Gefäße entfernt werden sowie zahlreiche Proben vom Bauchfell genommen werden. In fortgeschrittenen Stadien ist das Ziel die komplette Entfernung des tumorösen Gewebes im gesamten Bauchraum. Bei diesen großen Operationen müssen oft auch Darmanteile oder andere Strukturen mit entfernt werden. Sie erfordern ein versiertes Operationsteam und die Möglichkeit der intensivmedizinischen Versorgung. Falls eine komplette Entfernung des Tumors aufgrund fehlender Möglichkeiten nicht wahrscheinlich ist, ist es sinnvoll sich vor Durchführung einer Chemotherapie in einer auf solche Operationen spezialisierten Klinik vorzustellen, da der weitere Krankheitsverlauf ganz entscheidend von der Qualität der Operation abhängt.

Chemotherapie
Meist ist nach der Operation eine Chemotherapie erforderlich. Im frühen Stadium ist in der Regel eine gut verträgliche Monotherapie ausreichend. Im fortgeschrittenen Stadien ist eine Kombinationstherapie notwendig. Unter dieser Therapie sind mehr Nebenwirkungen, wie z. B. auch Haarausfall zu erwarten. Diese Chemotherapie wird in der Regel alle drei Wochen über sechs Zyklen verabreicht. Medikamente, die die Bildung von Blutgefäßen verhindern, haben sich mittlerweile als Standard etabliert. Ziel der Operation und der Chemotherapie ist die Heilung der Erkrankung oder zumindest die langfristige Kontrolle unter Erhaltung der Lebensqualität. Im Rahmen von Studien wird derzeit die Wirksamkeit von weiteren hochspezifisch wirkenden Substanzen geprüft. Über in Deutschland angebotene Studien können Sie sich über die Homepage der AGO (www.ago-ovar.de) oder NOGGO (www.noggo.de/ovarial-ca.html) informieren.