Behandlung
Werden beim Krebsabstrich ausgeprägte Zellveränderungen gefunden, können unter Sicht mit dem Lupenmikroskop (Kolposkop) mit einer kleinen Zange gezielt Gewebeproben entnommen und unter dem Mikroskop untersucht werden. Finden sich hier höhergradige Gewebeveränderungen, muss das Gewebe durch Konisation operativ entfernt werden. Es wird ein kegelförmiger Gewebezylinder aus dem unteren Teil der Gebärmutter entfernt. Dieser Eingriff wird in der Regel unter Vollnarkose durchgeführt werden, kann aber auch ambulant erfolgen.
Die Behandlung des Gebärmutterhalskrebses richtet sich nach der Tumorgröße und Ausbreitung. Weitere Faktoren werden in die Therapieentscheidung mit einbezogen wie Gesundheitszustand, Alter und individuelle Lebenssituation.


Operation
Im frühen Tumorstadium kann bei bestehendem Kinderwunsch eine Konisation ausreichend sein. Bei abgeschlossener Familienplanung wird im frühen Stadium die Gebärmutter-entfernung empfohlen.
Im fortgeschrittenen Stadium ist eine erweiterte Gebärmutterentfernung notwendig mit Entfernung des Beckenbindegewebes, des oberen Scheidenanteils und der Lymphknoten im Becken. 


Radio – Chemotherapie
Die Radiochemotherapie ist bei Tumoren die Alternative zur Operation und vergleichbar wirksam.
Bei größeren Tumoren kann die Radiochemotherapie auch nach der Operation erforderlich werden. Die Strahlentherapie erfolgt von außen. Alternativ durch Einlegen einer Strahlenquelle in den Gebärmutterhals. Die Strahlentherapie dauert sechs bis acht Wochen. Sie wird begleitet von einer wöchentlichen Chemotherapie, die die Tumorzellen für die Bestrahlung empfindlicher macht.
Bei einem Rückfall kommt die erneute Operation, Bestrahlung oder eine alleinige Chemotherapie in Betracht.